Auch dieses Mal war wieder viel los beim alljährlichen Rosenmontagsumzug in der Rheinmetropole Düsseldorf. Die Leute waren bereit zum feiern, auch wenn das Wetter besser hätte sein können. Aber davon ließen sich die eingefleischten Karnevalisten natürlich nicht unterkriegen. Schließlich kommen sprichwörtlich nur die Harten in den Garten. So politisch wie heuer ging es allerdings, wenn überhaupt, bislang nur sehr selten zu.

Als einer der Faschingshochburgen und allgemein anerkannter Hotspot der fünften Jahreszeit, musste die Landeshauptstadt NRWs auch ein gesellschaftliches Statement setzen. Nach den traurigen Geschehnissen rund um die Terrortat von Hanau war dies jedoch fast schon eine Selbstverständlichkeit. Die wichtigsten Ereignisse während des närrischen Treibens sollen nachfolgend als kleine chronologische Liste zusammengefasst werden.

Höcke, Hanau, Sackhüpfen: Die Tilly-Wagen in Düsseldorf

Die Mottowägen, vor allem die am Anfang, waren gezeichnet von deutlichen Signalen gegen jede Form des Rassismus sowie des Rechtsextrimismus. Der erste Wagen hatte demnach zum Beispiel eine Abbildung, die zum Motiv eine Waffe hält, auf der wiederum das Wort Rassismus steht. Düsseldorf wurde so seinem Ruf als der politischste aller großen Faschingsumzüge definitiv gerecht und nahm eine starke Anspielung auf die kurz zuvor fremdenfeindliche Terrortat von Hanau.

Aber es wurde selbstverständlich auch gefeiert. Das sollte man, trotz aller Schwierigkeiten, niemals vergessen. Genau dafür ist der Karneval irgendwo auch da. Die Verantwortlichen hatten wieder einmal Bestleistungen gezeigt, um alles so auf die Beine zus stellen, wie es am Ende von statten ging. Selbst Roberto Blanco und andere Stars wollten sich das bunte Treiben keineswegs entgehen lassen. Nicht einmal das nass-trübe Wetter konnte ihnen dabei einen Strich durch die Rechnung machen.

Die Fakten zum Schluss

Um abschließend noch kurz die Größenverhältnisse zu nennen, damit man sich vorstellen kann, wie groß die Party tatsächlich war: Rund 250 Tonnen an Süßigkeiten wurden auf einer Länge von ungefähr fünf Kilometern ausgeworfen, ganz abgesehen von sonstigen Spielerein wie beispielsweise Sonnenbrillen oder Bällen. Und ja, der Alkohol floß natürlich auch kräftig.
 
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