Nicht lange ist es her, da hat sich die Deutsche Fußballliga (DFB) entschieden, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Nachdem bereits in anderen europäischen Ländern wie beispielsweise Frankreich oder den Niederlanden die Saison endgültig abgebrochen wurde, ist Deutschland hier also einen Sonderweg gegangen. Dass das schließlich kritisch beäugt werden würde, hätte man schon im Voraus ahnen können.

Neben all dem Unbehagen seitens der Politik sowie aus großen Teilen der Gesellschaft, gibt es jedoch auch diejenigen, die lange auf diesen Beschluss gewartet haben und sich letztendlich freuen durften. Das sind in erster Linie natürlich die treuen Fans, die vermutlich einer der schlimmsten Zeiten ihres Lebens mitmachen mussten. Selbstverständlich ist auch jetzt, da zumindest der Ball wieder rollt, noch nichts wie davor. Keine Fans, das heißt keine Stimmung und leere Stadien. Manch einem blutet bei diesem Anblick wohl das Herz. Dennoch ist es ein Schritt in die richtige Richtung, zumindest wenn es um eingefleischte Fußballanhänger geht.

Der Sport als Vorreiterrolle für die Gesellschaft

Doch nicht nur den Freunden des Fußballs sowie den Spielern selbst dürfte nach der Wiederaufnahme des Betriebs ein Stein vom Herzen gefallen sein. Auch die zahlreichen Beschäftigten der Vereine, die gerne einmal vergessen werden, werden sich freuen. Endlich können auch sie wieder zur Arbeit gehen und Geld verdienen, wenngleich wahrscheinlich noch immer in geringerem Ausmaß. Der Sport hat eine Vorreiterrolle für die Gesellschaft, hieß es in den Stellungnahmen der Deutschen Fußballliga.

Das mag sicher so sein, ebenso wichtig ist aber der Erhalt der vielen herumliegenden Arbeitsplätze. Diese werden in der (nahen) Zukunft wohl Vorrang vor den sportlichen Ereignissen haben. Viele Klubs kämpfen momentan um ihre Existenz und dadurch auch um die Existenz derer, die den Verein im Hintergrund am laufenden halten. Das sollte gewürdigt werden, anstatt durch endlose Debatten um die Sinnhaftigkeit der Wiederaufnahme ausgeblendet zu werden.

Unsere Fortuna schwank aber wird sie untergehen?

Übrigens: die Fortuna hat in den ersten beiden Spielen seit der Zwangspause zwei Unentschieden eingefahren. Insbesondere im Auswärtsspiel in Köln wäre aufgrund der Führung bis kurz vor Schluss eindeutig mehr drin gewesen. Aber das ist alles, aufgrund der gegenwärtigen Probleme, wahrscheinlich Jammern auf hohem Niveau. Um so mehr können sich die Düsseldorfer für den Sieg gegen Schalke freuen.
 
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