LiD - Lifestyle in Düsseldorf Garath

Düsseldorf scheint auf den Adel eine geradezu magische Anziehungskraft ausgeübt zu haben. Ausgehend von frühester Zeit war es jedoch der Landadel, welcher die Fruchtbarkeit des Landes zu nutzen wusste. Mit dem sogenannten Landadel der damit begonnen hatte, die Landstriche rund um dem Fluss Düssel, woher auch der Name der Stadt Düsseldorf herstammt, war es aber noch nicht getan.


Adel wohin man schaut

Angezogen von der Fruchtbarkeit des Landes und dem einen oder andern familiären Bund, fand auch der gehobene Adel Gefallen an dem Landstrich, indessen Folge er seine Art des damaligen Lifestyles dem ländlichen Gebiet seinen Stempel aufzudrücken. Der 10. Bezirk der Stadt Düsseldorf machte dabei keine Ausnahme. Tatsächlich ist es so, das man heute noch einen leichten stolzen Unterton,wegen der reichen adeligen Geschichte mithört, wenn man auf die Geschichte Düsseldorfs zu sprechen kommt. Und zu Recht. Auch hier, im südlichen 10. Stadtbezirk gab es eine regelrechte Ansammlung adeliger Aktivitäten. Manche davon waren, neben der Nutzbarmachung des fruchtbaren Landes und dem vielfältigen baulichen Maßnahmen, auch kulturelle von besonderer Bedeutung. So geschah es, das im 13. Jahrhundert ein gewisser Bruno von Garderode Zeugnis einer urkundichen Übereinkunft war.

Dabei, so wurde bezeugt, ging es um die Land- und Hofübertragung zwischen den beiden Rittern „Hermann von Betzendorf“ und dem Kloster Dünnwald. Gemälde dieses damals bedeutenden Ereignissen, können heute noch im Kloster begutachtet werden. Derselbe Ritter war es auch, der kurze Zeit später eine Urkunde besiegelte, welches im Kirchenspiel zu Donnerkirchen stattfand. Wobei es ebenfalls um eine Hofübertragung ging. Übrigens befindet sich heute das ehemalige Kloster Donnerskirchen in Händen des Deutschordens. Nicht zuletzt die baulichen Errungenschaften der Ritter und deren Familien geben heute noch ein lebhaftes Zeugnis davon, das sie die damals recht friedlichen Zeiten in der Hauptsache damit verbrachten Höfe zu gründen, in weiterer Folge auszubauten um den Ertrag derjenigen, dann in Schlösser und Burgen zu investieren.

Einer der bemerkenswertesten Höfe ist der Hellerhof, der von oben besagtem Ritter an den Herren Simon von Altenbrügge übergeben wurde. Ob gewollt oder nicht, darüber ist man sich heute noch im Unklaren. Tatsache aber ist, dass es mit diesen beiden Häusern und den darauf sich ansiedelnden Adelsgeschlechtern erst begann. Wobei sich die Liste derjenigen Adelsgeschlechter, wie das Who is Who der damaligen Düsseldor’schen Adelswelt liest. Wenn doch die meisten der eben genannten Adelshäuser längst der Vergangenheit angehören, so zeichnen sie doch dafür verantwortlich, das vor allem, heute denkmalgeschützte Stätten erbaut wurden und somit ein nach wie vor lebendiges Zeugnis von der ehemaligen Bedeutung des heutigen 10. Bezirkes abgeben.
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Historie der anderen Art

Aber auch hier hat die im 19. Jahrhundert einsetzende Industrialisierung nicht halt gemacht. Ausgehend von der einsetzenden Wohnungsnot in den 50er Jahren, machte die Stadt Düsseldorf sich daran, einen komplett neuen Stadtteil Süd zu kreieren. Auf dem damaligen Gebiet der Urdenbacher Kampe, dem Altenrhein und dem Elchenforst, stampfte man regelrecht einen ganz neuen Stadtteil aus dem Boden. Ein ganzes Konglomerat an Architekten, arbeitet daran einen Bezirk zu gestalten der Wohngebäuden einer explizit soliden und gediegenen Bauweise entspricht. So wurde hier auf ehemaligem Hofland, Wohngelegenheiten für mehr als 30 000 Menschen errichtet. Der Lifystyle ist heute freilich ein anderer. Ob dies nun an den baulichen Zeugnissen wie Schloss Garath und den in restauriertem Zustand erhaltenen Höfen liegt, bleibt kaum zu bezweifeln.