Königsallee Düsseldorf

Los geht’s… Ihr wollt eure Bankkarte einmal so richtig zum Glühen bringen, dann ab auf die Prachtmeile Düsseldorfs. Auf der Königsallee – kurz Kö genannt – findet ihr Stores namhafter Marken wie Karl Lagerfeld, Tiffany, Louis Vuitton oder Prada.

Aber auch ohne viel Moos in der Tasche lohnt sich ein Besuch – gerade zur Weihnachszeit, wenn die alten Bäume wieder mit vielen Lichterketten geschmückt werden. Die unnachahmliche Kombination aus schwelgerischem Luxus und rheinischer Lebensfreude ließ sie zu einem weltweit bekannten Markenzeichen werden und macht aus einer Straße ein Lebensgefühl. Die Allee liegt östlich der Düsseldorfer Altstadt und Carlstadt.



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Der Königsallee-Graben

Die Sympathie des Rheinländers fürs Französische ist bekannt. Sie gilt in der Küche, der Kunst und der Mode. Der populäre Kurfürst Jan Wellem, barocker Serenissimus und noch heute als Düsseldorfs Vaterfigur sentimentaler Verehrung, träumte von einem Versailles am Rhein, das niemals zustande kam.

Dass die den Wandel der Zeiten überdauert und selbst ein Sammelsurium architektonischer Todsünden verkraftet hat, liegt vor allem in Ihrer von Anbeginn großzügigen städtebaulichen Konzeption, in der idealen Verbindung von Promenade, Wasser und Bäumen in geradliniger Führung von Norden nach Süden.

Der zuvor geschlängelt verlaufende Stadtgraben entlang der Festungsmauer wurde durch Veranlassung der Herren Bauer (Wasserbaumeister), Huschberger (Hofbaumeister), Weyhe (Gartenbaumeister), v. Douwen (Baudirektor) und v. Vagedes (Stadthalter) 1804 begradigt und mit Bäumen bepflanzt. Seither entstanden drei Brücken, der Corneliusplatz, die Tritonengruppe, der Bergische Löwe sowie das Kö-Gärtchen. Die Sonderformen der Geländer, Poller, Laternen und Parkbänke unterstützen und prägen das Bild der intensiv begrünten und historischen Allee, deren Baumbestand mehrmals wechselte.

Auf der etwa ein Kilometer langen Prachtstraße befinden sich insgesamt 220 Bäume in bis zu fünfreihiger Anordnung, davon 115 Kastanien und 100 Platanen. Große Teile des herausragenden Baumbestandes sind zwischen 50 bis 80 Jahre alt. Weiterhin werden von den Stadtgärtnern 5.000 Quadratmeter Rasenböschungen und 18.000 Quadratmeter Gewässerflächen gepflegt und nach Großveranstaltungen sauber gehalten.