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Die Düssel ist nicht nur Namensgeberin der Landeshauptstadt Düsseldorf, sondern auch des Stadtteils Düsseltal. So verwundert es nicht, dass der kleine Fluss hier vielerorts zu sehen ist. Die Düssel durchquert diesen nordöstlich vom Stadtzentrum gelegenen Stadtteil wie eine Schaulustige einmal quer von Osten nach Westen. Von Grafenberg aus kommend begleitet sie eine Zeit lang die Heinrichstraße, die diesen Stadtteil im Osten wie eine Umgehungsstraße umarmt. Am Spaltwerk auf Höhe der Faunastraße läuft ein Teil des Wassers als Kittelbach geradeaus, während die nördliche Düssel links zum Zoopark abbiegt und diesen durchquert.
 

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Ruhe und Erholung in Düsseldorf

Der schöne Zoopark ist die grüne Lunge von Düsseltal. Früher war hier der Tierpark der Stadt beheimatet, bis er in einem Bombenangriff im Jahr 1943 zerstört und nie wieder aufgebaut wurde. Viele sprechen immer noch vom Zooviertel, wenn sie über Düsseltal reden. Vom ursprünglichen Zoo blieben die Grünflächen mit den alten Strukturen und dem wertvollen Baumbestand erhalten. Heute besteht die grüne Oase aus Wiesen, einem großen Teich und geschwungenen Wegen zum Lustwandeln. Ein Ort der Ruhe und der Erholung inmitten des regen Stadttreibens. Am Rande des Zooparks befindet sich das altehrwürdige Eisstadion an der Brehmstraße. Früher feierte die DEG hier große Erfolge, heute bietet sie Groß und Klein die Möglichkeit zum Schlittschuhlaufen. Gegenüber vom Eisstadion taucht auch die Düssel wieder auf. Beschaulich wird es in der Kühlwetterstraße, wo sie von Bäumen umsäumt sich fast unbemerkt ihren Weg durchs Viertel bahnt. Enten, Gänse und sonstiges Federvieh fühlen sich hier pudelwohl. Sogar ein Graureiher oder Greifvögel wurden hier schon gesichtet.

Die geschichtsträchtige Buscher Mühle

Im weiteren Lauf fließt die Düssel zur Buscher Mühle, die mit ihrem beschaulichen Park ein kleines Juwel im Nordwesten Düsseltals darstellt. Sie gilt als die einzig erhaltene Mühle auf Düsseldorfer Stadtgebiet. Dank der jahrzehntelangen Bemühungen des Heimatvereins Derendorfer Jonges sind Teile der Wassermühle heute noch zu bestaunen. Das Wasserrad, alte Mühlsteine und sehr altes Holzgebälk im Inneren der Buscher Mühle erinnern an frühere Zeiten. Für die Öffentlichkeit wird das Juwel immer am letzten Augustwochenende im Rahmen des Mühlenfests und am bundesweiten Tag der offenen Mühlen an Pfingsten zugänglich gemacht. Zudem kann es auch für Geburtstage, Hochzeiten und sonstige private Feste bei den Derendorfer Jonges angemietet werden. Zum Ende ihrer Stadtteildurchquerung verabschiedet sich die Düssel nach Derendorf und wird wieder unterirdisch. Ein wichtiges Detail Düsseltals bekommt der kleine Fluss auf seinem Weg zum Rhein allerdings nicht zu sehen: den geografischen Mittelpunkt Düsseldorfs. Der liegt einen knappen Kilometer vom Flusslauf entfernt in der Hans-Sachs-Straße und wird heute durch eine Bronzetafel auf dem Boden markiert.
 
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LiD - Lifestyle in Düsseldorf Derendorf

Der sich ebenfalls im Süden befindliche 1. Stadtbezirk Derendorf, stellt einen jener Bezirke dar welche gerade dabei ist, eine Wandlung zu erleben. So wurde dieser Bezirk bereits in der vor-römischen Eisenzeit bewohnt. Danach gestaltete sich das allgemeine Leben und Wohnen nach den industriellen Bedürfnissen. Dabei hatte dieser Stadtbezirk ursprünglich gute Aussichten. Besiedelt wurde dieser Teil der heutigen Stadt Düsseldorf bereits im frühen Mittelalter. Tatsächlich findet man dies anhand von gefundenen Urkunden bestätigt. So beweist es eine Urkunde aus dem 11. Jahrhundert. Die im 17. Jahrhundert erbaute Kirche „Heilige Dreifaltigkeit“ legt ebenso ein Zeugnis davon ab, wie erste wirtschaftliche Entwicklungen. Dann aber setzte die Mittel-und Großindustrie ihren Fuß in diesen Bezirk und prägte ihn. Nicht gerade zum Besten wie man im Nachhinein gestehen muss. Weiterlesen